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RedBull X-Alps: Nur noch 2 Wochen bis zum Start - 05.07.2011

NUR NOCH ZWEI WOCHEN BIS ZUM START: RED BULL X-ALPS ATHLETEN BEREITEN SICH AUF DIE GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG IHRES LEBENS VOR 4. Juli 2011

In weniger als zwei Wochen fällt am 17. Juli in Salzburg der Startschuss für Red Bull X-Alps 2011. Jenen Athleten, die jetzt noch nicht perfekt auf das Rennen vorbereitet sind, wird es schwer fallen, bei dem Alpinen Adventure Race, das die Teilnehmer über 864km nur zu Fuß und per Paragleiter an ihr Ziel führt, mithalten zu können.

Neben ausgezeichneten Flugfertigkeiten brauchen die Athleten ein hohes Maß an Fitness und Ausdauer, eine gut durchdachte Strategie sowie genaueste Kenntnisse der Strecke. So ist es etwas eine Sache, einen guten Startplatz zu finden, eine andere ist es jedoch, auch zu wissen, wie lange man bis dorthin marschiert und wo sich bei Schlechtwetter eine nahegelegene Alternative findet.

Christian Maurer (SUI1), der das Rennen 2009 für sich entscheiden konnte, bereitet sich auf die diesjährige Ausgabe minutiöser denn je vor. Der 28-jährige Schweizer hat beispielsweise speziell trainiert, wie schnell er sein gesamtes Equipment nach der Landung verstauen kann, was ihm nun einen „fliegenden Wechsel“ von Paragleiten zu Marschieren in weniger als vier Minuten erlaubt. Hierzu muss er seinen Gleitschirm zusammenfalten und verpacken, das Gurtzeug in einen Rucksack umfunktionieren, seine Verpflegung plus Nordic Walking-Stöcke in die Hand nehmen und sich kurz umziehen.

Während der letzten Wochen konzentrierte er sein Training außerdem darauf, seinen Körper auf die harten Schlafbedingungen während des Rennens einzustellen, die es den Athleten abverlangen, jeden Tag bereits um 04.00 Uhr in Höchstform zu sein.

„Wir werden während des Tages kurze ‚Power Naps’ machen“, verrät Maurer in seinem Athleten-Tagebuch auf www.redbullxalps.com. „Es ist hart, Körper und Geist an diese Umstellung zu gewöhnen, aber andererseits ist es dafür ein tolles Gefühl, mit dem ersten Flug in den Sonnenaufgang zu starten!“

Neben dem frühen Aufstehen trainierten Maurer und sein Supporter Thomas Theurillat auch ihr Vorankommen in der Dunkelheit.

„Das Marschieren in der Nacht ist für uns eine große Herausforderung: wir müssen in der Dunkelheit den besten Weg finden, als Team auch dann noch gut funktionieren, wenn wir beide hundemüde sind, und die richtigen Dinge essen und trinken, die unseren Körper und Geist fit halten.“

„Die größte Herausforderung? Mit der Müdigkeit tagsüber zurechtzukommen.“

Maurer und Theurillat sind nicht das einzige Team, das sich bereits mit der Detailplanung auseinandersetzt. Der tschechische Athlet Jan Skrabalek, der bereist zum dritten Mal am Rennen teilnimmt, und sein Supporter Karel Vrabensky haben die letzten Monate damit verbracht, zu „fliegen, laufen und Landkarten zu studieren“, um so viel wie möglich Wissen über die Route anzusammeln. Der 36-Jährige hat sich mit mehreren Abschnitten der Strecke, wie etwas dem Etappenziel Großglockner, an dem der bis dorthin schnellste Athlet zum Glocknerkönig gekürt wird, im Detail beschäftig.

„Was wir dieses Jahr anders machen als 2009? Diesmal konzentrieren wir uns mehr aufs Fliegen und bestimmte Details der Strecke“, erklärt Skrabalek. „Ich bin die Karten genau durchgegangen und habe mir einige Abschnitte auch vor Ort angesehen.“

Zu Trainingszwecken trat Skrabalek bei einem Gleitschirm-Weltcup-Event in der Türkei an (seinem ersten PWC in 10 Jahren) und absolvierte einige Marathon- sowie Halbmarathonläufe. „Den Marathon bin ich mit knapp unter drei Stunden im Trainingstempo gelaufen.“

Der deutsche Athlet Michael Gebert versucht dieses Jahr bereits zum vierten Mal sein Glück bei Red Bull X-Alps und ist entschlossen, bis zum Ende durchzuhalten. Auch er hat sich mit bestimmten Abschnitten der Strecke im Detail befasst, darunter wie Skrabalek der Großglockner sowie Teile der darüber verlaufenden Hochalpenstraße.

Zusätzlich griff er bei seinem Training auf die Hilfe der Schweizer Sportwissenschaftlerin Anna-Marie Flammersfeld zurück.

„Das Training ist deutlich effizienter und man erkennt viel bessere Fortschritte“, so Michael. „Am Schluss der Woche weiß man ganz genau, was man wirklich gemacht hat, und darauf kann man systematisch aufbauen.“

„Mein Training setzte sich in den letzten Monaten aus Ausdauer-, Kraft- und mentalem Training zusammen. Ausdauertechnisch war es viel Lauftraining in verschiedenen Intensitäten, viel Intervall-Training im höheren Belastungsbereich und mindestens eine sehr lange Einheit die Woche mit ca. 5-6 Stunden Dauer. Im Kraft-Training ging es vor allem darum, schwächere und stark beanspruchte Partien zu stärken.“

Auch das mentale Training kam Gebert zugute. „Es funktioniert in etwas so: bei Stress stellt du dir vor, an einem wundervollen Ort zu sein, an dem alles glatt und einfach läuft. Wenn du das während des Rennens machst, hilft es dir, dich neu zu konzentrieren.“

„Unser Ziel ist es, Monaco zu erreichen. Mein Supporter und ich sind sowohl körperlich als auch was das Fliegen betrifft bestens vorbereitet und ich glaube, dass wir unser Ziel erreichen werden.“

Der Fortschritt von Gebert, Maurer, Skrabalek und den anderen 27 Athleten kann ab dem Rennstart am 17. Juli live per Live Tracking auf www.redbullxalps.com mitverfolgt werden.


Weitere Informationen auf www.redbullxalps.com
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