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290 km FAI - 15.05.2006

Martin Buchberger schreibt :
290 km FAI-Dreieck am 12.5.2006
Pilot: Martin Buchberger
Gerät: Moyes Litespeed S5
Startplatz: Zillertaler Höhenstraße

„Das 300-er wackelt“

6 Stunden Hammerwetter mit einem Schnitt weit jenseits der 40 km/h mit Wendepunkten im Schmirntal, am Walchsee bei Kössen und im Gasteinertal gefolgt von 2,5 Stunden nervenaufreibendem Kilometerschinden im großflächig abgeschatteten Pinzgau führen zum bislang größten FAI-Dreieck im Alpenraum. Es fehlen nur 500 Höhenmeter, um über Gerlos ins Zillertal zu gleiten und das 300-er voll zu machen.
Die Qualität des Tages lässt sich am besten daran messen, dass ich bereits um 16 Uhr nach etwa 205 problemlosen Kilometern den letzten Wendepunkt im Gasteinertal umrunde, wo sich mäßiger Föhn bemerkbar macht. Für die nächsten 85 Kilometer benötige ich allerdings 3,5 Stunden! In Mittersill erlebe ich den absoluten Tiefpunkt mit „landeeinteilungsverdächtigen“ 1100 Metern msl. Mit einer Mischung aus Umkehrthermik, „survival“-Flugstil und Heimweh schaffe ich es gerade noch über die Passhöhe nach Gerlos, ohne den Funken einer Chance, die letzten 15 km ins Zillertal zu gleiten.
Meine Clubkollegen von den Golden Eagles Wolfgang Rauch, Christian Heim und Herbert „Holzfuß“ Warth hatten sich bereits im oberen Pinzgau eingeparkt, weswegen sich eine problemlose, kollektive Rückholaktion ergibt. Auch Andreas Orgler, der vom Stubaital ein 275-km flaches Dreieck fliegt, schafft es nicht mehr über den Gerlospass.
Ein Detail zum Schluss: die statistische Auswertung des Fluges im Programm „SeeYou“ ergibt ein durchschnittliches Steigen von nur 1,6 m/s … Fazit: wir brauchen kein Jahrhundertwetter, um mit einem Drachen am heutigen Stand der Technik ein 300-er FAI-Dreieck zu fliegen!
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