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Neuer Konstrukteur - 26.02.2009

Matthias Klinger – Neu im Konstrukteurs Team bei SKYLINE

Es war schon immer Thema bei Skyline, jetzt wird daraus ernst gemacht: Eigene Skyline Schirme! Nach dem SKYLINE AC und dem Promotionschirm SKYLINE FALCON wird an einer kompletten Schirmpalette gearbeitet. Schon seit längerem ist Skyline dafür mit Matthias Klinger in Kontakt und jetzt ist es amtlich: Matthias Klinger ist ein Teil des Konstrukteursteams bei Skyline und zusammen mit Bernhard Greindl zukünftig hauptverantwortlich für alle Gleitschirmkonstruktionen. Matthias Klinger ist Anfang der 90er schon in Erscheinung getreten, damals schon mit Schirmen mit einer Streckung von 7,4! Nach einigen Jahren hatte er sich als Konstrukteur aus der Szene verabschiedet und entwickelte dann u.a. Rettungssysteme für Segelflieger. Seit 2 Jahren ist er schon intensiver mit Skyline in Kontakt und jetzt ist die Zeit reif, voll an einer Skyline Palette zu arbeiten.
„Ich freue mich darauf jetzt wieder meine mittlerweile doch schon über 20jährige Erfahrung in den Gleitschirmbereich einzubringen. Die ersten Prototypen werden gerade gebaut und wir sind uns sicher, daß wir unsere hochgesteckten Ziele bezüglich Leistung, Handling und Qualität gleich erreichen können.“ so Matthias Klinger.
Auch Bernhard Greindl und Wolfgang Genghammer freuen sich über den Neuzugang. „Es ist jetzt an der Zeit. Wir kennen Matthias Klinger noch aus den 90ern und sind jetzt doch schon wieder fast 2 Jahre mit ihm in Kontakt. Wir reden intern schon seit langer Zeit darüber, wieder eigene Schirme zu präsentieren. Jetzt ist dafür der richtige Zeitpunkt. Es ist doch etwas anderes nur den Vertrieb einer anderen Marke durchzuführen oder sich für seine eigenen Produkte einzusetzen. Auch wenn jetzt der richtige Zeitpunkt ist, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, werden wir uns aber in der Entwicklung nicht unter Druck setzen. Wir haben uns hohe Ziele gesteckt und werden die ersten Schirme erst rausgeben, wenn wir 100%tig davon überzeugt sind.“
Skyline arbeitet an einem EN D und an einem EN B Schirm, die wir als erstes präsentieren wollen.


Über Matthias Klinger:

Am 5.2.1969 erblickt Matthias Klinger in Dortmund das Licht der Welt.
In seiner Jugend beschäftigt er sich mit dem Bau von Modellflugzeugen. Die Faszination vom Fliegen setzt sich dann 1987 in einer Drachenfliegerkarriere fort.
Die ersten Gleitschirme tauchen auf und beginnen auch in flacheren Gebieten ihre Kreise zu ziehen. So etwas geht natürlich an einem Drachenflieger nicht spurlos vorbei. Mit Schmunzeln denkt Matthias an die Zeit zurück, in der die Gleitschirme um Ihre Daseinsberechtigung zu kämpfen hatten. In einer lustigen Runde entsteht aus einem Spaß eine Wette. Matthias behauptet, dass er in einem Tag einen Schirm bauen kann. Natürlich will ihm das niemand abnehmen. Doch die Wette gilt. Und eines Morgens im Jahre 1990 geht er an die Arbeit, entwirft einen Schirm, schneidet die Profile und Bahnen aus gewöhnlicher Folie vom Bauhaus aus und klebt (!) sich seinen ersten Schirm zusammen. Am Abend kreuzt er am Hausberg auf und fliegt damit „einen kleinen Hüpfer“, wie er selbst dazu sagt. Die Wette ist gewonnen. Aber nicht nur das. Matthias hat sich vom Gleitschirmkonstruktionsvirus anstecken lassen, den er bis heute nicht mehr losgeworden ist.
Matthias begibt sich von jetzt an immer öfter mit dem Gleitschirm in die Luft – nicht mit dem eigenen, der hätte wohl beim DHV-Gütesiegelverfahren Probleme bekommen. In seiner Freizeit verlagern sich die Interessen des gelernten Hochdruckrohrschlossers und –schweißers vom Drachen immer mehr auf das Gleitschirmfliegen und –konstruieren. An einen Schirm erinnert er sich noch besonders gerne. 1991 hat er ihn konstruiert, und zwar mit der damals riesigen Streckung 5,4. Das an sich war zwar etwas Außergewöhnliches, doch dass ein Kollege von ihm mit diesem Schirm in Russland gleich fast 70 Kilometer weit flog, freut ihn besonders.
Matthias’ nächstes Projekt ist ein Schirm, der mit seiner damals vergleichsweise hohen Maximalgeschwindigkeit von etwa 45 km/h auffällt. An der Dune de Pyla in Frankreich fliegt er diese Konstruktion, die sicher als sehr stabil erweist. Bei seinen Eigenkonstruktionen kommt Matthias die Freundschaft mit dem guten alten Horsti und seiner Brigitte zugute, einem Fallschirmkonstrukteur und –springer. In seinem amtlich zugelassenen luftfahrttechnischen Betrieb Fallschirm Buchsein lernt Matthias viele verschiedenen Materialien und Verarbeitungstechniken kennen.
Obwohl Matthias nur für sich selber konstruiert, ist ihm kein Aufwand zu groß. Wie die meisten professionellen Konstrukteure, setzt er dreidimensionale CAD-Programme ein.
Es folgt ein Schirm mit fast geschlossener Profilnase. Die Leistung war schon merklich besser, das Öffnungsverhalten bei Einklappern etwas verzögert, berichtet er und fügt gleich an, es lässt sich ein sicherer Gleitschirm mit diesem Konzept bauen. Doch die Skepsis der Piloten ist noch zu groß. Kunden haben in ein Gerät nur Vertrauen, wenn sie die Eintrittsöffnung sehen. Vorläufig hat er sich dann von diesem Konzept wieder abgewendet.
Mit mehreren Computerprogrammen studiert er die Auftriebsverteilungen, entwirft neue Profile und vergleicht die berechneten Daten mit den Messergebnissen. Ein guter Freund und Computerfachmann steht ihm zur Seite, gemeinsam wird ein Programm entwickelt, mit dem sich Ober- und Untersegelbahnen, Profile und Diagonalrippen berechen lassen – unter Berücksichtigung der erwünschten Segelspannung, versteht sich.
1997 baut Matthias Klinger dann für CP Products den MONO, der erstmals 1998 beim Stubaicup vorgestellt wird. Ein DHV 2er mit einer Streckung von 5,2. 1999 werden dann gleich 3 Modelle von CP Products als Konstruktionen von Matthias Klinger vorgestellt: Der Mono, der Macro (DHV 2-3) und der CUT, mit einer sagenhaften Streckung für damals von 7,4.
Aus verschiedenen Gründen trennt sich Matthias Klinger von CP Products 2000 und zieht sich aus der Gleitschirmkonstruktion – zumindest beruflich – zurück.
In der folgenden Zeit konstruiert er Rettungssysteme für Segelflugzeuge für Absetzgeschwindigkeiten über 320 km/h. Außerdem stand die Entwicklung eines echten „Gleitfallschirms“ an. Aufgabe war die Konstruktion eines voll sprungtauglicher Fallschirm mit einer GZ über 6, was auch gelang. Mit seiner Firma Paraimpuls als DHV anerkannter Instandhaltungsbetrieb übernimmt Matthias Klinger bis heute Wartungsarbeiten für Gleitschirme und natürlich auch den Verkauf von Gleitschirmen und Zubehör.
Seit 2006 ist er intensiv mit Skyline in Kontakt und es werden die ersten Gespräche bezüglich einer eigenen Skyline Gleitschirmpalette geführt. Seit Ende 2008 ist er fest im Konstrukteursteam bei Skyline.
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